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Aufstehen für

Gemeinsame Aktion zu Wahlen: „Aufstehen für!“

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Geschwister,

 

anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen in Hessen am 15. März und der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März beteiligt sich auch die EKHN an einer breit angelegten ökumenischen Kampagne. Unter dem Motto „Aufstehen für!“ rufen insgesamt neun Landeskirchen und Bistümer mit Aktionen in den sozialen Medien sowie mit Postkarten, Flaggen und Bannern zur Teilnahme an den Wahlen auf. Wir wollen damit auch auf die hohe Verantwortung hinweisen, die mit jeder Stimmabgabe verbunden ist.

 

Die Wahlen in diesem Jahr entscheiden in besonderer Weise über den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft der Demokratie. Wir wollen als Kirchen in Hessen und Rheinland-Pfalz betonen, dass wir für Menschenwürde, Vielfalt, Offenheit und für einen politischen Stil aufstehen, der verbindet statt spaltet. 

 

Ihre

Christiane Tietz 

Kirchenpräsidentin

 

Die Initiative

Die christlichen Kirchen in Rheinland-Pfalz und Hessen stehen gemeinsam auf – für die Würde aller Menschen in unserem Land und für eine Stärkung unserer Demokratie. Menschenverachtende, extremistische, populistische und demokratiefeindliche Positionen widersprechen diesem Verständnis – sie haben in unseren Kirchen keinen Platz.

 

 Wir stehen auf…  

  •  ...für die uneingeschränkte Geltung der universalen Menschenrechte, für den Schutz des menschlichen Lebens von Beginn an, für Toleranz, Gleichberechtigung, Vielfalt und Offenheit. Jede Form von Menschenverachtung, Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit, Homophobie oder anderer Diskriminierung widerspricht unserem Glauben ebenso wie Bestrebungen, Grundrechte nur bestimmten Bevölkerungsgruppen zuzugestehen oder Menschen aus unserer Gesellschaft auszugrenzen oder gar auszuschließen. 
  • ...für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Freiheit, Gewaltenteilung, Kontrolle von Macht und gleiche Rechte für alle sind unverzichtbare Grundlagen unseres Gemeinwesens. Wir wenden uns entschieden gegen autoritäres Denken, die Verächtlichmachung demokratischer Institutionen und Prozesse sowie gegen Versuche, das Vertrauen in unsere Demokratie systematisch zu untergraben. 
  • ...für eine Gesellschaft, die geprägt ist von Verantwortung füreinander, für unser unmittelbares Umfeld, für Europa und für die Welt. Nationalistische Überhöhungen, völkisches Denken, Geschichtsrelativierung und ethnisch definierte Zugehörigkeit lehnen wir ab. Deutschland ist Teil eines geeinten Europas und trägt globale Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. 
  • ...für eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die sich an den Prinzipien der christlichen Gesellschaftslehre orientiert. Wir setzen uns ein für soziale Gerechtigkeit, Inklusion und die aktive Gestaltung der Zukunft – gegen Ausgrenzung, Spaltung, die Leugnung des Klimawandels und soziale Hetze. 
  • ...für einen politischen Stil, der verbindet statt spaltet. Angstmacherei, Feindbilder, populistische Kommunikationsstrategien, Anwendung von Gewalt und jede Form der Zusammenarbeit mit verfassungsfeindlichen Kräften widersprechen unserem Verständnis eines verantwortungsvollen, demokratischen und christlich geprägten Miteinanders. 

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